7. April 2017 / Personalführung, Praxismanagement

Personalführung in der Arztpraxis: Loben

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Abbildung: Personalführung in der Arztpraxis: Loben als wichtiger Erfolgsfaktor einer gekonnten Mitarbeiterführung.

Um eine freundliche und angenehme Arbeitsatmosphäre herzustellen, ist es sehr sinnvoll, eine anerkennende und wertschätzende Praxiskommunikation aufzubauen bzw. zu erhalten. Häufig wissen Führungskräfte was nicht gut läuft und was verbessert werden muss. Diese Erkenntnis ist wichtig, jedoch nur ein Teil einer effizienten Personalführung. Um das volle Potenzial von Mitarbeitern zu entfachen, sind gezieltes Lob und Anerkennung ihrer Leistungen unerlässlich. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu – richtig motivieren ist aber gar nicht so einfach. Dabei ist loben eine wunderbare Angelegenheit. Sie bewirken nicht nur bei Ihren Kollegen ein gutes Gefühl, sondern belohnen sich auch selbst, wenn durch Ihr Lob verursacht, eine positive Beziehungsebene aufgebaut wird. Allerdings erfolgt Loben häufig nach dem Prinzip: Wenn man nicht schimpft und nörgelt, ist das schon genug gelobt. Dieses Prinzip ist, wie man nur unschwer erahnen kann, stark verbesserungswürdig. Im Folgenden zeigen wir bewährte Vorgehensweisen auf, so dass Ihr Lob die richtige Wirkung entfaltet:

1. Loben Sie

Wenn ihnen auffällt, dass Ihre Mitarbeiterin etwas gut gemeistert hat, behalten Sie es nicht für sich, sprechen Sie es an.

2. Loben Sie konkret ein bestimmtes Verhalten

Sagen Sie nicht einfach „gut“ oder „super“, sondern sprechen Sie ganz konkret das an, was Ihnen gut gefallen hat. „Ich fand das prima, wie ruhig und freundlich Sie mit dem aufgebrachten Patienten gesprochen haben.“

3. Loben Sie persönlich und zeitnah

Positive Rückmeldungen sollten umgehend erfolgen. Je zeitnaher ein Lob ausgesprochen werden kann, desto besser ist es. Selbstverständlich kann so etwas nicht delegiert werden, sondern muss persönlich erfolgen.

4. Loben Sie ohne Einschränkungen

Ihr Lob verliert an positiver Wirkung, sobald Sie Ihre Rückmeldung relativieren oder gar mit einer nachgeschobenen Kritik versehen. „Ich finde, dass Sie die Blutabnahmen sehr zügig durchführen. Wenn das auch bei den Telefonaten an der Anmeldung so wäre, wäre ich ganz zufrieden.“

5. Loben Sie ehrlich und aufrichtig

Loben Sie nur, wenn Sie es ehrlich meinen, wenn Sie der Auffassung sind, dass eine Leistung oder ein Verhalten besonders gewürdigt werden sollte.

von Maike Martens, Kommunikationspsychologin (FH)

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